Fernweh

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Standort: Skövde, Sweden

Samstag, Dezember 16, 2006

Dies wird vermutlich mein letzter Eintrag aus Schweden sein. Morgen fahr ich nach Malmö, dann irgendwann zurück nach Deutschland und mit ein bisschen Glück bin ich Mittwoch wieder zu Hause.
Kaum zu fassen, wie schnell vier Monate umgehen und man trotzdem das Gefühl hat, man hätte nie anders gelebt. Bis jetzt ist es noch unvorstellbar, dass ich die meisten hier nie wieder sehe. Die zahlreichen "Wir werden uns auf jeden Fall besuchen!"-Versprechungen helfen auch etwas über den Abschiedsschmerz hinweg. Und mein kleines Zimmer sieht so leer und traurig aus...
An alle Schweden-Kollegen, die ab und an in den Blog schauen: Danke für die großartige Zeit! Ich hoffe, manche "Wir werden uns wiedersehen"- Versprechungen sind nicht nur leere Luft!

Sonntag, Dezember 10, 2006

Gestern war dann mit dem Farewell Dinner die große Verabschiedung angesagt. Ich saß mit den Jungs (sprich: Dirk, Patrick, Michl und Dan) zusammen, die die schwedischen Dinnerrituale größtenteils noch nicht kannten und die Option des Lambo (man ruft "Ooooooooooo Lambooooooo" und einen bestimmten Namen/Gruppe und der muss dann sein Getränk exen) noch nicht kannten. Die wurde dann aber vom Michl auch ausgiebig ausgenutzt immer mit der Hoffnung, dass er es irgendwann von allen zurück bekommt. Hat aber nicht so richtig funktioniert, weil sich sogar bei "Lambo Austrians, Dutch, English and Polish" sich niemand an ihm gerecht hat. Das große Finale hat er dann ausgelöst, in dem er uns zu "Lambo everybody" angestiftet hat. Außerdem gibt's hier noch die Regel, dass man alle leeren Flaschen in einer Reihe am Tisch aufstellt und der Tisch, der die längste Reihe hat, hat gewonnen. Ratet mal, wer gewonnen hat?
Es gab natürlich wieder nette Aufführungen leckeres Essen. Obwohl das traditionelle schwedische Weihnachtsessen irgendwie nur aus einem riesigen Berg veschiedener Fleischsorten bestanden hat. Irgendwann hat das IC an alle Geschenke verteilt, die unter ihrem Stuhl einen Zettel mit "God Jul" (=Fröhliche Weihnachten) kleben hatten. Ich war einer der glücklichen vier. Juhu!
Danach waren wir in der In-between-Party in einem der Studtenshaus, was aber nicht so aufregend war. Wir haben auf dem Balkon gestanden und Klatsch ausgetauscht, was aufgehört hat, als Patrick zu irritiert geworden ist.
Dann wieder zurück ins Boulogner. Um eins hatte ich keinen Bock mehr und wollte nach Hause. Okay, bin ich halt noch bis zwei geblieben, dann war ja eh Ende. Okay, kurz kann ich danach dann auch noch mit ins Xenia... Zu Hause war ich dann gegen fünf. So kann's gehen.
Im Basement war aber auch eher bedrückte Stimmung, weil wir uns bewusst waren, dass wir so manche wohl zum letzten Mal sehen werden. Unter anderem Dan, der morgen zurück in die USA fliegt und heute morgen schon gefahren ist. War schon ein komisches Gefühl im Magen sich zu verabschieden. Diese Woche wird hart.



Lambo für den ganzen Saal.



Ja... wir haben gewonnen...



Bye, bye, Dan. Wir werden dich vermissen!



Geschenke!



Jetzt ist der Michl mal dran.

Dienstag, Dezember 05, 2006

Wen es interessiert: Ich bin voraussichtlich am 20.12. wieder zurück in Siegen.

Samstag, Dezember 02, 2006

Gestern war ich zum Einklang des Abends mit Dirk beim Anna Ternheim-Konzert hier in der Stadt, wo wir zufällig auch noch Thomas, Ramona und Sandra getroffen haben. Das Konzert war im Stadttheater, ein Sitzkonzert also, ganz schön ungewohnt. Zum Glück haben sie pünktlich angefangen mit einem Singer/Songwriter als Vorband. Seine Lieder waren ganz nett, aber der hat zwischendurch immer ewig lang auf Schwedisch geschwafelt, was super langweilig war, weil ich kaum was verstanden hab. Er schien lustig gewesen zu sein. Alle anderen haben gelacht, während ich fast weg gepennt wäre.
Direkt danach kam Anna auf die Bühne. Keine lästigen Umbaupausen, yeah! Sie sah ein bisschen aus wie ein böses Rotkäppchen mit einem schwarzen Cape, was aber irgendwie niedlich war. Das Konzert war super, die Lieder toll und die Atmosphäre kam in dem Theater einfach super rüber. Und das Sitzen hat auch dann gar nicht mehr gestört. Ich bin nur nach einer Weile etwas müde geworden, weil ich nur drei Lieder kannte oder so.



Anna Ternheim.

Dann ging's los zur Big Christmas Celebration Party in Hasslum. Ich kam wohl genau zur richtigen Zeit zurück, als es gerade angefangen hat, sich zu füllen. Am Anfang war es trotzdem ein wenig langweilig, weswegen ich dann doch den letzten Schluck aus meiner Vodkaflasche mit ein wenig Apfelsaft zur Hand genommen habe. Der Abend ging dann ungefähr folgendermaßen weiter:
1. Strippoker für Arme mit Patrick spielen. Wenn eine bestimmte Karte gezogen wird, muss jemand was ausziehen. Ich hab meine Strumpfhose und meine Schuhe verloren, er seinen Pullover und seine Schuhe. Nicht weiter tragisch also, sonst hätte ich mich dann aber auch heimlich verdrückt.
2. Karaoke singen. "Hit me Baby one more time" und "Summer of '69" in voller Lautstärke. Yes!
3. "Collecting boys". Freundliche Fotos mit allen Jungs machen, die ich kenne. Auf jeden Fall schöne Erinnerungen.
Und dann noch natürlich ausgiebig tanzen und mit allen Leuten plaudern. Bald ist es vorbei. Das war vielleicht der letzte Abend mit allen zusammen. Sehr schade. Ich werde einige echt vermissen.



Maike und ich.



Strippoker für Arme.



Meeting Santa Claus 1: Andy und Batschl.



Viva la Mexico! Monica und ich.



Janine verteilt Midnightshots um zwei Uhr morgens.



Meeting Santa Claus 2: Eric und Ties.



Maike kissing Santa Claus.

Sonntag, November 26, 2006

Nachdem wir gestern unsicher waren, ob wir überhaupt weg gehen, haben meine Flasche Vodka-O und ich dann einfach mal die Isi im Xenia getroffen. Hey, was ist denn ein Samstagabend ohne weg gehen (außer natürlich, man ist krank, aber das waren wir nicht)? Irgendwann haben wir uns dann vor der Tür mit John getroffen, der uns gesagt hat, dass im Zimmer 503 die Party steigt. Wir sind dann also in Kates Zimmer gelandet, wo aber nur gemeinschaftliches Rumhängen war und schließlich sind wir zusammen in die Stadt gelaufen. Der Plan war wie jede Woche: Bogrens. Und wie jede Woche standen wir um zwanzig nach elf ganz am Ende der langen Schlange und wir wussten genau, dass wir es nie bis halb zwölf rein schaffen würden (halb zwölf = 120 Kronen = 12 Euro Eintritt). Also ging's wie immer ins Vatra. Was soll ich sagen? Vatra halt... Die Musik war öde, aber das bin ich ja jetzt gewöhnt. Ich schätze, es wird das letzte Mal gewesen sein, dass wir da waren.
Um zwei gingen dann wie immer die Lichter an und wir haben uns durch die Gaderobenschlange geschoben und vor der Tür gewartet, dass die ganze Truppe wieder beisammen ist. Wie immer ist man natürlich wieder auf die Leute gestoßen, die es ins Bogrens geschafft haben, da das Bogrens ja genau gegenüber ist und natürlich auch um zwei zu macht. Isi und ich sind dann irgendwie auf Basti und Manolo gestoßen mit denen wir dann zusammen zurück ins Xenia gelaufen sind. Ich habe mich mit Manolo unterhalten, der erste Mensch, der auf meinen Namen mit "Ah, wie die Stadt in Griechenland!" reagiert. Naja, außer den Griechen vielleicht... Außerdem hat er mir sein ganzes Repertoir an deutschen Sätzen erläutert, das im wesentlichen aus "Isch libbe disch" und allen möglichen Variationen an Scheiße-Sätzen besteht. Damit hat er immerhin öffentlichkeitstauglichere Sätze drauf als Dan. Ich hab ihm noch ein paar Sachen beigebracht, die er vielleicht gebrauchen könnte, aber das hat er vermutlich wieder vergessen.
Im Xenia sind wir dann natürlich alle wieder im Basement gelandert. Naja, was heißt "alle"... Wir und eine handvoll Spanier sind im Basement gelandet, demnach war dann auch nicht so viel los und ich bin irgendwann um halb vier oder vier mit Johannes zusammen nach Hause gelaufen.



Baschtl, Andy und Camy.



Manolo, Basti und ich.



Olivier sagt "Bon nuit"

Freitag, November 24, 2006

Gestern haben wir ein Hasslumdinner gefeiert, was aber eher zu einem großen Fressen wurde. Nacheinander gab es zwei Salate, einen ersten Hauptgang mit Würstchen, Sauerkraut und Bratkartoffeln, einen zweiten Hauptgang mit Hähnchen (6kg für 20 Personen), Rotkohl und Klößen, dann Kartoffelcratin, dann zwei Apfelkuchen und zum Schluss noch Crêpes. Wir haben stundenlang gefressen was das Zeug hält, bis sich schließlich keiner mehr rühren konnte. Naja, fast keiner... Ties und Camy haben als Verdauungssport eine Korkenschmeißschlacht angefangen und uns träge Mädchen rücksichtslos ausgenutzt. Wir haben uns gerächt und zurück gefeuert.



Ties und Arisa



Jeder sollte ein französisches Hausmädchen wie Camy haben!



Fleißiges Essen.



Mädchen: Cecile, Agnes, Monica, Myra, Neita und ich natürlich.



So viel gegessen... das hält kein Stuhl mehr aus!



Wer hat am meisten gegessen? Myra oder Johannes?

Mittwoch, November 22, 2006

Vorgestern habe ich mit dem Baschtl Plakate für unsere Party gemalt. Denn am 1.12. steigt hier, exklusiv im Hasslum Slum DIE Party des Jahres! Wenn ihr mich noch besuchen wollt, das ist die Gelegenheit dazu!