Fernweh

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Standort: Skövde, Sweden

Samstag, September 30, 2006

Zwölf Fakten über meinen Vornamen:

1. Larissa ist eine Stadt in Griechenland
2. Aus Larissa kommen die ältesten griechischen Sagen
3. Der berühmte Achilles kommt aus Larissa
4. Larissa ist eine griechische Göttin, die sich lieber umgebracht hat als die Geliebte Zeus zu werden
5. Als die mythologische Larissa ins Meer sprang hat Poseidon sie wieder ans Land gespült
6. Deswegen heißen viele Burgen an der griechischen Küste Larissa
7. Es gibt einen Astroiden, der Larissa heißt
8. Ein Mond des Neptun heißt Larissa
9. Sara ist ein Volk des Tschad
10. Und noch dazu eine Sprache
11. Außerdem heißen viele Siedlungen Sara, unter anderem auch eine Goldmine
12. Sara ist die Erzmutter in der Bibel und gebar mit neunzig noch einen Sohn

Zwanzig interessante Fakten:

1. Um zwei Minuten Filmmaterial grob zu schneiden braucht man drei Stunden
2. Der September ist um
3. Arisa kommt aus Larisa
4. Eric stürzt ab und an beim Klettern in 5m tiefe Löcher in Gletschern
5. Cami ist erst zwanzig und damit jünger als ich
6. Ebenso ist einer der Zwillingspanier jünger als ich
7. Wir können nun alle auf Schwedisch erzählen, dass das Wetter schlecht ist
8. Und das Wetter ist immer schlecht
9. Das teuer Salz, dass ich mir im Billigmarkt gekauft habe, ist in Wahrheit Meersalz
10. Wir sind heute zu drei Parties eingeladen, aber eine findet nicht statt
11. Peter macht ein Auslandsemester in Indien. In London.
12. Ich habe gestern mein erstes (von bisher ungefähr 100) Sudokus nicht geschafft
13. Diesen Winter versuche ich meinen Kopf mit einer weißen Mütze zu wärmen und hoffe, dass ich sie nicht wieder sofort hasse
14. Beim Weggehen gestern musste ich meinen Kakao nicht bezahlen, weil er nicht auf der Liste stand
15. Außerdem wollte der Kellner sein Deutsch üben, obwohl er Deutscher ist
16. Ties hat heute Geburtstag
17. Ungefähr zehn andere auch
18. Bei der Fashion Week habe ich eine Fusselrolle geschenkt bekommen
19. Ich lese grad das Sarah Kuttner Buch, dass ich mir von Maike geliehen habe
20. Denn Kafka ist bedrückend

Fuck. Es gibt nichts Interessantes zu erzählen!!!

Freitag, September 29, 2006

Nachtrag zu "Ich hasse unsere Küche": Ist es eigentlich normal, dass man alle seine Essensreste in die Spüle schmeißt??? Und sich dann am besten wundern, dass sie verstopft ist und das Wasser nicht mehr abläuft. Ich hab grad erstmal die kleine Türkin drum gebeten, ihre Möhre über dem Müll und nicht über der Spüle zu schälen. Sie ist dann beleidigt abgezogen. Ich hätte ihr noch sagen sollen, dass sie grad mein Messer benutzt hat. Die Küche ist mittlerweile zugekleistert mit Zetteln, auf denen steht "Haltet die Küche sauber!!!"

Donnerstag, September 28, 2006

Ich hasse unsere Küche:





Steht seit zwei Wochen da...



Lässt man das Wasser aus der einen Spüle raus, läufts bei der anderen rein...

Gestern Nachmittag waren Maike, Isi und ich mal wieder zu Besuch auf der Fasion Week in der Innenstadt. Zu sehen gab es eine Modenschau von Gina Tricot. Eher unspektakulär, aber schon irgendwie lustig.



Fashion Week in Skövde.

Danach sind wir ins Xenia gegangen. Maike hat sich Alkohol aus Deutschland mitbringen lassen und ich hab mir bei Eric was zu Essen geschnorrt. Dann hatten wir noch ein Treffen mit unserer Language Group im Boulogner. War eigentlich nur ein dummes Rumsitzen. Wir haben uns mit Linda unterhalten, aber auf deutsch und ich plauder eh meistens mit ihr, wenn ich sie treffe. Nicht sehr lehrreich auf jeden Fall.
Sonst war es halt mehr das Übliche. Rumhängen und sich fragen, was man da eigentlich tut. Ich hab mich mit Dirks Besuch unterhalten, die mir beigebracht haben, dass Burbach das Asiviertel von Saarbrücken ist. Hätte ich mir denken können. Sie haben mich dann noch überredet mit ins Basement vom Xenia zu kommen. Schlechte Idee, jetzt fühl ich mich noch kränker als eh schon. Ich hab noch eine Woche Zeit um fit für Mando Diao zu werden.



Manchmal denkt man hier wirklich, man ist in der Wüste...



Alkoholnachschub aus Deutschland.

Dienstag, September 26, 2006

Gestern haben wir uns von Philipp nach Södra Ryd locken lassen, um auch da mal am See abzuhängen. Der See war dann wie alle anderen Seen in Schweden auch: hübsch. Aber langsam reizen sie leider nicht mehr.
Danach sind Maike und ich in die Stadt gegangen, um uns die Fashion Week, die grad in Skövde stattfindet, anzugucken (der Sinn hat sich uns leider noch nicht erschlossen). Wir waren im Indiska (eine indische Mischung aus H&M und Ikea, sehr nett auf jeden Fall) und ich hab mir ein bisschen Schmuck gekauft. Der Fashion Week zu ehren. Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich vermissen, dass es hier mehr gute Geschäfte gibt als nur H&M.
Später hatten wir noch Complex-Meeting. Das war leider komplett auf Schwedisch und ich hab nur ab und an ein paar Brocken verstanden. Nach einer Stunde sind wir abgehauen, aber immerhin haben wir so lange wacker ausgehalten.
Und gestern Abend zu Hause wollte die Waschmaschine mir dann meiner Klamotten nicht mehr wieder geben (waschen wollte sie allerdings auch nicht). Böses Biest!



So schön ist Schweden!



Maike fühlt sich wohl.



Und Philipp relaxed.

Sonntag, September 24, 2006

Gestern Abend waren Maike und ich noch mit Complex (das Unifernsehen) im Bowlingcenter bei einem Konzert. Unser erster Arbeitstag! Aufgetreten sind drei Metalbands, die alle gleich geklungen haben, aber schon irgendwie witzig waren. Das Filmen hat mir auf jeden Fall großen Spaß gemacht. Man fühlt sich ganz schön cool und wichtig, wenn man mit einre Kamera in der ersten Reihe steht. Es ist aber auch ganz schön anstrengend: haltet mal zehn Minuten mit der einen Hand eine Kamera in einer Position und wehrt euch mit der anderen Hand gegen den Pogopulk! Ich würde sowas auf jeden Fall gerne öfter machen. Schade, dass es sowas zu Hause nicht gibt (und auch mit Studiengebühren werden wir höchstens in zwanzig Jahren ein eigenes Filmstudio haben).



Was ich an Schweden übrigens vermissen werde ist das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Es ist so wunderbar, dass man nach einem Abend in einer Kneipe immer noch atmen kann. Was ich nicht vermissen werde sind die extrem betrunkenen Menschen abends um halb zehn.

Samstag, September 23, 2006

Das Gute an Schweden ist allerdings, wenn man schlecht drauf ist, muss man nur aus der Tür raus und ist in fünf Minuten Fußweg mitten in der Natur. Und wenn man zwei Stunden durch die Felder läuft, sieht alles schon gleich ein bisschen besser aus.

So, ich muss jetzt ein Mal jammern. Wer's nicht hören will, soll's halt nicht lesen.
Also, Skövde ist einfach mal scheiße langweilig. Hier gibt es wirklich nichts. Noch weniger als in Siegen, weil man ja nicht mal weg gehen kann. Man macht genau das gleiche wie zu Hause, wenn einem langweilig ist: man geht zu H&M. Und da ich ja im Moment keine Uni hab, ist es besonders öde. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich hier wirklich fürs Leben lerne. Dafür hätte ich wohl wirklich woanders hin gehen sollen. Aber im hintersten Asien wäre ich vermutlich verhungert oder hätte einen Kulturschock bekommen und wäre Greenpeace beigetreten um für den Rest meines Lebens für mehr Tierrechte in Asien zu kämpfen (wobei ich schon ganze gerne mal mit dem Dalai Lama plaudern würde). Wirklich weg kann ich hier im Moment auch nicht, weil alles zu weit weg ist, um mal eben hin zu fahren. Ich habe heute Morgen erfahren, dass der Trip nach Helsinki auch gestorben ist, weil alle Plätze schon weg sind. Besonders schön, weil ich nicht mal die Mail vom IC bekommen hab, weil die es nicht auf die Reihe kriegen, dass meine deutsche E-Mail-Adresse ganz sicher nicht mit "se" endet. Und Helsinki war schon meine Ersatzplanung, weil ich eigentlich ein Konzertwochenende in Göteborg machen wollte, was aber wohl auch ins Wasser fällt (verpasse ich Kaizers Orchestra halt zum vierten Mal). Hier ist die Besucherphase übrigens in die Trennungsphase übergangen, was beides gleich deprimierend ist. Nun gut, was soll man machen. Zu Hause würde ich mich genauso langweilen, vor allem weil ich nicht mal ein Zimmer hab. Übrigens sind die einzigen Mails, die ich bekomme von GMX.

Heute Morgen hab ich meine erste Klausur geschrieben. Natürlich erstmal prompt verschlafen, weil ich gestern im Halbschlaf den Wecker falsch gestellt hatte (ich geb meiner schwedischen Mitbewohnerin die Schuld, weil sie mal wieder super laut Techno gehört hat). Habs immerhin noch rechtzeitig geschafft im Prüfungsraum zu sitzen. Klausur an sich war recht einfach. Wenn ich gelernt hätte, hätte ich sicher Spaß dran gehabt (um ehrlich zu sein, hatte ich das Buch, das wir lesen sollten, nicht mal in der Hand...). Hab zu fast jeder Frage was geschrieben. Glücklicherweise habe ich ja ein gutes Gedächtnis und konne mit den meisten Fragen was anfangen. Ich denke, das passt schon halbwegs. Da ich ja alle drei Schwedischkurse machen will und da auch die Punkte haben will, hab ich sowieso viel zu viele ECTS.
Danach bin ich zum Wohnheim gegangen und hab dem schwedischen Jens seine Mütze in den Briefkästen gesteckt. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich noch kein schwedisches Haus mit einer Klingel gesehen habe? Jedes Haus hat hier nur ein Codeschloss und man kommt irgendwie fast nicht rein. Gestern hab ich mich ausgeschlossen und voll lange vor der Tür gesessen, bis mich mal jemand rein gelassen hat.
Gleich werde ich vermutlich ein bisschen spazieren gehen. Zum Glück ist das Wetter ganz gut, sonst würde ich hier total verrückt werden. Heute Abend treffen wir uns mit Jenny aus dem Unifilmteam und gehen auf ein Konzert in der Bowlingbahn (umsonst!) und filmen. Immerhin etwas, was man hier tun kann und am Ende kriegen wir auch noch ein Zertifikat dafür. Kann ich mir vielleicht als Praktikum anrechnen lassen. Der Chef von der Gruppe hat uns gestern erzählt, dass ein Mädchen von denen neudings beim BBC ist, nachdem sie für Complex (also das Unifernsehen) beim Rokskilde gearbeitet hat. Beindruckend! Auch beeindruckend ist, was die schwedischen Unis so alles ohne Studiengebühren anstellen können. Ich will auch ein unieigenes Filmstudio und Projektexkursionen zu großen Festivals...

Sonntag, September 17, 2006

Weil Bernd im Moment Besuch hat und er diesem mehr bieten will als Skövde, sind wir nach Falköping gefahren. Dummerweise wussten wir nich so richtig, wohin wir müssen, aber schließlich haben wir doch folgende Sehenswürdigkeiten gesehen: Hügelgräber aus der Steinzeit, ein Naturreservat (das vermutlich aus eine Landkerbe aus der Eiszeit ist), eine Klosterruine und ein Gräberfeld (das 5000 Jahre lang als Friedhof benutzt wurde). Ich als Historiker fand alles ziemlich interessant, bei den anderen hielt es sich wohl eher in Grenzen. Außerdem freu ich mich immer, wenn ich raus in die Natur komme.
Zwischendurch waren wir noch in Falköping in einem kleinen Café, in dem es ziemlich guten Kakao mit u.a. Marshmallow-Geschmack gibt.
Durch Schweden durch zu fahren ist immer recht abenteuerlich. Zum einen sind wir an einem Feld vorbei gefahren und haben dann irritierenderweise festgestellt, dass es sich dabei um ein Hanffeld handelte. Dann sind wir einer Straße von der Landkarte gefolgt, die sich als Feldweg durch den Wald herausstellte.



Unendliche schwedische Weiten.



Bernd erforscht ein Hügelgrab.



Bernd weiß, wie sich die Nonnen früher ihren Spaß gemacht haben.



Ich find, das ist eine hübsche Ruine.



Wir wissen doch alle, was dsa ist...

Am Abend waren wir auf einer Party bei Sidney und Xavier eingeladen. Ich hab mich also mit den Brunsboleuten (Maike, Isi, Damien und das bulgarische Mädchen, dessen Namen keiner weiß) getroffen und wir haben die Party gestürmt. Sidneys und Xaviers Zimmer war aber ziemlich ranzig und Xavier hat genervt, also sind wir zu Jens (nicht zu verwechseln mit meinem Freund, der auch Jens heißt) gegangen. Das war ein sicher netter Schwede, der nicht so viel gesprochen, aber gute Musik gespielt hat. Also haben wir eine kleine Privatparty in seinem Zimmer veranstaltet. Schließlich beschlossen wir dann, ins Boulogner zu wechseln. Es tat sich vor uns nur das Problem auf, dass wir einen Hut haben mussten, weil wir nur dann umsonst reinkommen würden. Maike hatte sich vorher schon eine Mütze von Kieke (ein Spanier, der sich aus unerfindlichen Gründen so nennt) geliehen und ich habe unseren neuen schwedischen Kumpel um eine Mütze angeschnorrt. Schließlich sind wir los, aber ziemlich bald waren Maike und ich allein unterwegs. Also habe ich jetzt eine neue Mütze...
Bei der Schlange vom Boulogner konnten wir uns geschickt vordrängeln und sind dank unseren Mützen auch umsonst reingekommen. Drinnen sah es erstmal ziemlich lahm aus, aber irgendwann hab ich festgestellt, dass auf der kleinen Tanzfläche irgendwas läuft, was kein Techno ist und bin ein bisschen da geblieben. Der DJ hatte anscheinend seinen guten Tag, denn er hat bald u.a. Moneybrother gespielt und den restlichen Abend lief eigentlich nur noch gute Musik. Ich glaub, das war das erste Mal, dass ich im Boulogner Spaß hatte. Um zwei hat er dann aber angefangen untanzbare Rausschmeißmusik zu spielen. Ich hab mich noch ein bisschen mit einem anderen neuen, schwedischen Kumpel unterhalten und bin dann ins Basement vom Xenia. Da war es eher chillig langweilig, also bin ich nach Hause und hab mich "High Fidelity" gewidmet (ein großartiges Buch!)

Freitag, September 15, 2006

Gestern stand Grillen am See auf dem Billingen auf dem Plan. Nach Schwedisch bin ich mit Maike und Isi hoch zum See gefahren. Nach einer halben Stunde haben wir festgestellt, dass wir an dem falschen, kleineren (aber viel schöneren!) See waren. Mit Bastis Wegweisung sind wir dann aber schließlich eine Stunde zu spät am richtigen See gelandet. Da gabs dann eher gemütliches Rumhängen. Nichts Aufregendes also.



Der große See.



Der kleine (und viel schönere!) See.

Ansonsten ist hier grad der "Der erste Monat ist rum und alles ist Gewöhnung geworden"-Knick drin. Der hat allerdings auch eine große Besucherwelle ausgelöst. Dummerweise machen die ganzen glücklichen "Mein Freund ist da"-, "Ich flieg nach Hause und besuch meine Freundin"- oder bei den Singles: "Irgendwelche Freunde besuchen mich"-Gesichter das Heimweh nicht besser.

Mittwoch, September 13, 2006

Heute sind wir vor der Langeweile geflüchtet und an den Vättern gefahren. Die Hamburger Jungs haben uns zu einem Platz mitten im Nichts manövriert, an dem beneidenswerte Schweden ihren Privathafen angelegt haben. Diesen haben wir uns dreisterweise zu Eigen gemacht und einfach mal den ganzen Tag bei 25°C in der Sonne gechillt.
Bitte ein Mal Neid:



Es gab sogar ganz mutige Schwimmer.



Maike und ich.



Maike und der schöne Vättern.



Bernie und John sind richtungsweisend.



"Unser" Steg.



Welch Idylle!

Anschließend sind wir nach Hjo gefahren, haben uns Pizza geholt (die nette Frau im Restaurant hat uns sogar eine zuviel mitgegeben)und an auf einen Platz an den Brunnen gesetzt und zu Mittag gegessen.



Für die richtige Versorgung ist auch gesorgt!



Ach, die kleinen Schwedenhäuschen sind so süß!

Montag, September 11, 2006

Ich weiß, ihr denkt alle, dass wir hier nur ununterbrochen feiern... Dem ist aber nicht so! Gestern bin ich eine Stunde lang durch Hasslum spazieren gegangen. Wenn man nämlich einmal ums Wohnheim rumgeht und dann nach zwei Fabriken links, dann kommt man in einen richtig netten Wald und danach kann man ganz lange an total idyllischen Kuhweiden lang gehen.
Und dann hab ich mich noch mit Maike zum lernen getroffen. Nächste Woche ist schon unsere erste Klausur, wir müssen ein bisschen reinklotzen. Gestern sind wir auch nur bis Seite 6 von 31 vom Skript gekommen. Dann kam Bernd und hat uns abgelenkt und es war mit der Konzentration vorbei.
Gestern Abend haben wir dann noch ein wenig den Geburtstag von Monica (Mexiko) gefeiert. Das Lieblingsgetränk der Mexikanerinnen ist Bier mit Zitrone, Salz und... Tabasco! Jeder musste mal probieren und so ziemlich alle fanden es widerlich (und besonders die 1,5 Franzosen). Ich muss zugeben, dass ich mich davor gedrückt habe. Tabasco ist so wirklich nicht meins.

Sonntag, September 10, 2006

Gestern Abend hatten wir Welcome Dinner im Boulogner. Eigentlich hatte ich gar nicht so große Lust hinzugehen, weil ich dachte, dass zehn Euro für ein blödes Essen doch ein bisschen viel sind. Aber weil alle gegangen sind, bin ich dann also auch hin. Und es hat sich rausgestellt, dass es sich bei dem Welcome Dinner eher um eine abiballähnliche Veranstaltung handelt. Maike und ich waren vielleicht ein wenig underdressed im Vergleich zu den anderen (wie kommen die auch alle darauf sich für ein Essen schick zu machen?), aber es war auf jeden Fall amüsant. "Toastmaster" war der Schwede, der schon bei der Karaoke nicht mehr von der Bühne gegangen ist und es gab Gesang und Sketche und so weiter. Ein Höhepunkt waren Thies und Eric, die ein holländisches Lied vorgetragen haben und dann den ganzen Saal zur Polognese aufgefordert haben. Sehr geile Aktion auf jeden Fall. Lustige Trinkspiele haben wir auch gelernt, die ich auf jeden Fall zu Hause einführen muss.


Was ist noch schlimmer als verrückte Schweden? Verrückte Schweden, die denken, sie wären verrückte Schotten!


Maike und ich schleimen uns ein.


Ein Toast auf den Toastmaster!


Getrunken wurde jedenfalls genug...

Danach sind wir zwischen den Studentenhäusern rumgeirrt, um die Midtermparty zu finden. Sind dann mal in einem Apartment gelandet und dann in einem anderen und schließlich bin ich mit Patrick und Thomas zurück ins Boulogner.
Da hab ich zufällig einen Kanadier, der in Skövde festsitzt und perfekt deutsch kann kennengelernt und der hat mir seinen schwedischen Kumpel vorgestellt. Damit hab ich meine ersten Einheimischen außerhalb der Uni kennen gelernt. Und da Skövde ein Nest ist, läuft man sich sicher noch mal über den Weg.
Boulogner war allerdings wieder ziemlich öde und deswegen bin ich dann auch schon recht früh mit Bernd nach Hause gelaufen.


Lichter über der Stadt.


Skåll!

Samstag, September 09, 2006

Fast wie zu Hause: Illegales Glücksspiel...


Angespanntes Grübeln oder Verzweifelung? Aber in Endeffekt hat Ben (Hamburg) doch gut abgeräumt.


Johannes (Stuttgart) und Ben (Hamburg)


Michael (Hamburg) und Arisa (Griechenland), die eine geduldige Zuschauerin war.


Bernd (Bayern) verteilt das Geld.

Freitag, September 08, 2006

Im Moment passiert hier nicht so viel. "Evolutionary Psychology" ist schon vorbei und ich muss jetzt anfangen für die Klausur, die in zwei Wochen ist, zu lernen. Dafür hat der Schwedischkurs angefangen (und in den nächsten drei Wochen hab ich deswegen auch nur 6 SWS - langweilig!). Momentan ist er noch nicht so spannend, weil wir nur Sachen lernen á la "Jag heter Larissa. Vad heter du?". Dafür haben wir wohl nur die Spanier die ein bisschen Englisch können (den Test für den Englischkurs haben alle Deutschen bestanden, aber die Hälfte der Spanier ist durchgefallen...) und die auch recht lustig sind. Einer davon heißt Rubén, aber die Schwedischlehrerin kann das nicht aussprechen und sagt immer "Rüben". Ich hab bisher noch nicht viel gelernt, kann mich aber als Streber aufspielen, weil ich mehr weiß als die anderen. Aber ich schäzte, dass sie mich schon bald eingeholt haben.
Gestern hing ich bin Bernd und Ben in der Küche rum und wir haben ein bisschen Schwedisch geübt. Alle Schweden, die in die Küche kamen haben gelacht. Ich hoffe, sie fanden es so lustig, dass wir uns immer wieder nach unserem Namen gefragt haben und nicht, weil es so schrecklich klang.
Nachher geh ich mit Maike und Isi ins Billingen Hotel zum All-you-can-eat. Ich hoffe, es gibt was Ordentliches. Kochen ist so schrecklich. Morgen gibts dafür ein Welcome Dinner im Boulogner. Das hat zwar zehn Euro gekostet, aber immerhin muss ich mir nichts selber machen.
Heute Abend gehen wir wahrscheinlich ins Bogrens. Das ist zwar noch schlimmer als Boulogner, aber immerhin ist der Eintritt frei.

Montag, September 04, 2006



Wenn ich schon keine echten Elche sehe, dann muss ich mir halt welche malen.

Samstag, September 02, 2006

Gestern bin ich mit meinen Eltern Richtung Norden an den Göta Kanal gefahren. War sehr nett. Fotos gibts vielleicht später noch.

Heute waren wir in Göteborg (sprich: Jötteborg). Wir sind mit einer Gruppe von ungefähr 15 Jungs und zwei Mädchen gefahren, nämlich Maike und ich. Aber als wir da waren, haben wir uns schnell in Grüppchen aufgeteilt. Eine Jungsgruppe wollte zum Kanal und Bötchen fahren und Maike und ich haben spontan beschlossen mitzukommen. War dann auch eine interessante Tour durch Göteborg und den Hafen. Empfehlenswert!
Danach sind wir in die Altstadt gelaufen, die auch super schön ist. Leider haben wir verzweifelt was zu Essen gesucht. Wie das immer so ist. Schließlich haben Maike und ich uns abgeseilt und sind (natürlich) bei McDonald's gelandet. Aber dann hieß es: shoppen, shoppen, shoppen! Das kann man in Schweden einfach am Besten. Und der Geldbeutel hat auch ordentlich gelitten (drei T-Shirts und eine neue Handtasche). Am Ende waren wir k.o. und wollte nur noch schnell das größte Einkaufszentrum Skandinaviens gucken. Wir sind dann in die Mall, in der wir zu Beginn schon mal gelandet sind und haben da die Jungs wieder getroffen. Wir: "Wo ist denn dieses Rieseneinkaufszentrum?" - Jungs: "Na hier!" - Wir: "Das ist der Bahnhof." Nun ja.
Die Rückfahrt war dann noch mal ganz schön stressig, weil wir keinen Platz im Zug bekommen haben und natürlich lauter Idioten da waren.
Jetzt bin ich jedenfalls ganz schön müde. Aber es hat sich gelohnt.


So schön können Bahnhöfe sein!


"Ducken? Wofür denn?"


Die Straßenbahnen sind einfach toll!


Johannes und Maike bei der Bootstour.


Göteburg, we love you!


Coole Menschen fahren Vespa.