Fernweh

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Standort: Skövde, Sweden

Sonntag, Oktober 29, 2006

Am Abend hab ich mir und Bernie dann auf die schnelle noch ein wenig gruselige Farbe ins Gesicht geschmiert und dann sind wir ins Boulogner, um ein wenig Halloween zu feiern. War alles in allem nicht besonders aufregend. Ich war auch von der langen Fahrt zu müde.



Das Seifenmädchen und ich



Monstereric und Michl



Bernie

Samstag, Oktober 28, 2006

Während fast alle anderen gestern Morgen Klausur geschrieben haben, sind Maike und ich zu einem netten Tagesausflug aufgebrochen. Sonnenschein war angekündigt, also konnte nichts schief gehen. Vorbei an dem Hunneberg, auf dem wir vor wenigen Wochen noch Elche gesucht haben, zur Westküste. Dort dann mit der Fähre, die als normale Verlängerung der Straße gilt und deswegen umsonst ist, rüber nach Lysekil. Unterwegs hat es leider angefangen zu regnen und für 170km haben wir drei Stunden gebraucht. Aber das macht nichts, weil trotz Regen und Kälte haben wir ein paar nette Stunden verbracht. Lysekil ist ein nettes kleines Fischerstädtchen, das sich besonders durch seine Scheren auszeichnet, das heißt, mitten aus der Stadt ragen jede Menge Felsbröcke. Außerdem gibt es eine sehr nette Altstadt. Nach schwedischem Standard sind natürlich direkt daneben ein paar sehr hässliche Fabriken, aber daran hab ich mich schon fast gewöhnt. Wir sind auf Felsinseln rumgeklettert und haben die kaiserliche Badeanstalt bestaunt. Eigentlich wollten wir noch nach Fiskbäckerskil, aber die nächste Fähre wäre erst in vierzig Minuten gekommen und zu dem Zeitpunkt waren wir schon halb erfroren. Ja, ihr da im schönen Deutschland lacht euch jetzt ins Fäustchen. Bei euch mögen es sommeriche Temperaturen sein, aber hier ist es saukalt.
Auf dem Rückweg haben wir dann nur kurze Abstecher nach Uddevalla und Trollhättan gemacht, aber auf Grund von Regen, Kälte und der Aussicht auf eine lange Rückfahrt, haben wir das nur überflogen.



Es ist kalt. Jawohl.



Die Stadt und das Meer



Kaiserliche Badeanstalt



Maike auf dem Weg zum Aussichtsturm.



Maike vor einer Felswand, die mitten in der Stadt ist.



Lysekil

Freitag, Oktober 27, 2006

Heute Morgen bin ich um vier Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Um sieben ging dann sowieso der Wecker, weil mein Seminar heute mal um acht war. Also habe ich mich aus dem Bett und in die Uni gequält, um dann festzustellen, dass niemand da war. Die Einzigen, die ich getroffen habe, waren meine Exchange-BWL-Kollegen und deren "Was machst DU denn an der Uni?"-Blick. Nur damit ihr's wisst, dass ich nie Uni habe, ist nicht meine Schuld. Ich habe ein Semesterprogramm von fast 60 ECTS und 30 ECTS solle ein Vollzeitstudium sein. Dass meine Kurse alle in der zweiten Semesterhälfte stattfinden und dann vorzugshalber montags um drei, das ist nicht meine Schuld. Und dass ich ohne lernen jetzt schon 20 ECTS habe, auch nicht. Das schwedische Unisystem ist noch unfairer wie unseres.
Am Dienstag hatten wir mal wieder eine Evualation, wo wir u.a. die Kurse bewerten sollten. Wir haben uns beschwert, dass alle Kurse sich heillos überschneiden, weil sie keine festen Termine haben. Als Antwort haben wir nur "Das ist hier eben so, damit müsst ihr klarkommen" bekommen. Sie hätten uns zeigen können, wie die Schweden das machen, dass sie nicht immer alle Kurse gleichzeitig haben. Aber vielleicht haben die das auch und das ist hier wirklich so. Ich persönlich finde das ziemlich unsinnig.
Ich hab mich heute also wieder nach Hause in mein Bett geschleppt. Schließlich hat mich Maike angerufen und wir haben uns erstmal gemeinsam über diesen Kursunsinn aufgeregt, weil sie auch nur gestern Abend zufällig mitbekommen hat, dass der Kurs heute nicht stattfindet (Bitte schreib mir nächstes Mal eine kurzse SMS,wenn du sowas hörst, ja? Ich krieg doch sowas nie mit...). Dafür hat die Sitzung gestern, die ausfallen sollte, doch statt gefunden. Was natürlich alle wussten außer uns. Woher wissen die das nur?
Ich finde dieses Blockseminarsystem ja nicht grundlegend schlecht, aber dass man nie weiß wann und wo ein Kurs statt findet, ist ziemlich nervig.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Kurze Übersicht über die letzte Woche:

Letzte Woche Mittwoch war ich wandern. Eigentlich wollte ich mir nur ein wenig die Füße vertreten, aber dann habe ich auf dem Billingen ein Schild entdeckt, dass einen Wanderweg zu den Ryd Grotton ausgezeichnet hat. Und da wir es bisher nicht geschafft haben, diese zu finden, bin ich einfach mal hingelaufen. War eine nette Strecke, die Ryd Grotton an sich waren aber eher langweilig. Eigentlich nur ein paar Felsen. Aber man hat eine nette Aussicht über Södra Ryd von da.
Am Abend war ich mit Maike und Isi im Kino und wir haben "Transamerica" geguckt. Sehr guter Film, kann ich nur empfehlen! Danach waren wir noch im Boulogner, aber das war... naja... Boulogner halt... langweilig.
Am Freitag waren wir erst im Xenia und hingen mit den Engländern und den Holländern rum. Wir haben das gleiche Trinkspiel wie auf Dans Party gespielt. War eigentlich ganz lustig. Danach sind wir noch ins Vatra. War nicht berauschend, aber für Skövde Verhältnisse eigentlich ganz nett, finde ich.
Samstag hab ich mit Isi in Norma Jean's Café getroffen. Das ist ein netter kleiner Laden mit alten Sofas und netter Musik. Leider sind da nicht so viele Menschen, da die Schweden ja bekanntlich nicht auf nette Läden stehen. Isi wollte dann noch ins Bogrens. Ich wollte eigentlich nach Hause, hab sie aber noch hingebracht (um sicher zu gehen, dass sie den Weg auch findet). Dort haben wir eine ziemliche Ansammlung von Exchange Students angetroffen, die sich strikt geweigert haben 120 Kronen (ungefähr 12 Euro) Eintritt im Bogrens zu bezahlen. Es wurde dann eifrig diskutiert, ob man stattdessen ins Vatra oder ins Boulogner geht. Ich hab mich rausgehalten, weil ich keine Lust auf Clubs hatte. Schließlich hat sich alles in kleine Grüppchen aufgeteilt und Isi und ich sind im Voda gelandet. Das ist eine Bar, die zum Vatra gehört. Eigentlich recht nett. Die Musik ist okay, das Ambiente ist auch ganz nett und da es eine Bar ist, ist natürlich der Eintritt umsonst. Nervig sind natürlich die Schweden, die grundsätzlich immer so betrunken sind, dass sie nicht mehr stehen können und ständig Glaser umwerfen.
Sonntag haben wir hier in Hasslum in Bernds Geburtstag reingefeiert. Auch da wurden wieder diverse Trink- und Partyspiele ausgepackt. Ein Spiel, bei dem man Karten von einem Flaschenhals pusten muss, wenn man es falsch macht, muss man trinken (ich habs richtig gemacht, Glück gehabt), dieses Spiel, das man immer in amerikanischen Jugendserien sieht, wo man eine Spielkarte ansaugen und dann weitergeben muss, ich wisst sicher, was ich meine und schließlich Kondome aufblasen, wofür Arisa und ich ausgewählt worden sind (Arisa und Larissa, haha). Hat glücklicherweise nicht funktioniert, denn weder Arisa noch ich hatten große Lust darauf. War aber auf jeden Fall ein sehr lustiger Abend. Ich bereue es ein wenig, dass ich meine Kamera nicht mitgenommen hab.

Sonntag, Oktober 22, 2006

Ich muss an dieser Stelle mal sagen, dass ich finde, dass ich mich gar nicht schlecht als Friseuse mache. Ich glaube, ich gehe nie wieder zum Friseur. Vor allem nicht, weil ich den Pony mittlerweile fast ein Mal in der Woche nachschneiden muss.

August:



jetzt:

Sonntag, Oktober 15, 2006

Ich werde jetzt erstmal nichts sagen. Nur Bilder:


(Maike)


(Dan, Maike und ich)


(Eric und Maike)


(Dan und eine Polin)


(Olivier undIsi)




(Baschtl)


(Maike und Eric)


(Dan und ich)


(Eric, Maike und ich)


(Nicky)


(Thorsten)



(Isi)


Okay, vielleicht doch ein paar Worte:
Gestern hat Dan seinen Geburtstag gefeiert und dafür gabs dann Party in Xenia. Als dann irgendwann so nach und nach alle Leute in die verschiedenen Clubs der Stadt (naja, Boulogner, Bogrens oder Vatra) verschwunden sind, haben auch Maike und ich uns entschieden loszuziehen. Ein Telefonat mit Eric hat uns auf die Idee gebracht, dass im White Building (das einzige Hochhaus in Skövde, ein Studentenhaus) eine weitere Preparty steigt. Leider hatten wir keine Ahnung wo und sind deswegen mit dem Aufzug einfach mal alle 16 Stockwerke abgefahren und haben gelauscht, ob irgendwo eine Party ist. Irgendwann sind ein paar Schweden mit eingestiegen, die uns erst gesagt haben, dass die Party vorbei ist und uns dann beschimpft haben, weil der Aufzug in jeder Etage gehalten hat... Wir haben uns dann also vor der Tür mit Eric uns seinen Leuten getroffen und nach einige Diskussion hat man sich fürs Vatra entschieden. Also eigentlich hat Andy sich entschieden, weil ihn ein geheimes Date treffen wollte.
Im Vatra haben Maike, Mariola und ich versucht umsonst reinzukommen und sind einfach am Türsteher vorbei gelaufen. Mariola hat's geschafft, Maike und mich hat der wütende Türsteher zurück gezogen. Als ich mich dann am Einlass darüber beschwert habe, dass ich keine 60 Kronen bezahlen werde, musste ich plötzlich nur noch 30 Kronen bezahlen. So kann das gehen. Das Vatra selber war aber ziemlich scheiße. Die Musik war okay, aber die Schweden sind auf Parties einfach unerträglich. Maike und ich haben unsere Taschen auf den Boden gelegt und drum herum getanzt. Und ständig kam so eine blöde Schwedin und ist drauf gelatscht. Und statt, dass sie sich mal umguckt und einen Schritt zur Seite geht, ist sie einfach weiter drüber gelatscht. Dann kam noch sein Typ an, der uns nicht mehr von der Seite gewichen ist und uns auf Schwedisch zugequatscht hat. Wir haben ihn schließlich mit "WE DON'T SPEAK SWEDISH!!!" und "WHAT'S YOUR PROBLEM???" angebrüllt. Hat nichts gebracht. Er hat erst aufgehört uns zu belästigen, als ich Eric zur Hilfe geholt habe. Schließlich waren Maike und ich so angenervt, dass wir gegangen sind. Zurück im Xenia bin ich in irgendeinem Zimmer (ich glaub, Kekes) gelandet, in dem ich Leute gefunden habe. Leider war ich die Einzige, die kein Spanisch gesprochen hat und daher war mir eher langweilig.
Hätten wir uns das Vatra gespart, wäre es aber ein ziemlich lustiger Abend gewesen. Ich will in keine schwedischen Clubs mehr. Die Schweden sind besoffene Asis und die Schwedinnen sind Schlampen, wenn sie weg gehen. Ich will wieder auf eine Pary, auf der die Mädchen Jeans und T-Shirt tragen und nicht Miniröcke, die man grad eben den Arsch bedecken und ihre Highheels in meinen Fuß bohren. Und wo den besoffenen Typen nahegelegt wird zu gehen. Ich will wieder Höflichkeit sehen. Es ist unglaublich, dass die sonst so netten Schweden mit ein bisschen Alkohol plötzlich zu totalen Arschlöchern werden. Und man muss bedenken, dass der Alkoholverbrauch hier 1l Schnaps pro Woche pro Schwede ist. Schlimm.

Samstag, Oktober 14, 2006

Heute Morgen haben wir die Schwedischklausur geschrieben. Die war so einfach, das war echt mal ein Witz. Und dafür steht man samstags um halb sieben auf und fährt zur Uni. Das Schlimme bei den Klausuren hier ist, dass man eine halbe Stunde vorher da sein muss und in den ersten vierzig Minuten den Raum nicht verlassen darf. Das heißt, man hängt über eine Stunde rum, obwohl man die Klausur in zwanzig Minuten geschrieben hat.

Heute Abend ist Party im Xenia, weil Dan zwanzig geworden ist (ich fühl mich langsam ein wenig alt). Wir haben ihm Bier gekauft und dafür war ich heute zum ersten mal im System Bolaget. Muss man auch mal gesehen haben, wenn man vier Monate in Schweden gelebt hat.



Alles was ein Amerikaner über Europa wissen muss: Tschechisches Bier, deutsches Bier und schwedisches Bier.

Am Mittwoch waren wir mit der Language Group Billard spielen. Ich fands sehr nett. Billard ist, wie Bowling, ein Spiel, dass ich kein Stück kann, aber trotzdem ganz lustig finde. Ich hab mich auch gar nicht so schlecht geschlagen (naja, mein Team...). Immerhin hab ich das zweite Spiel mit Johannes zusammen gewonnen.
Danach waren wir noch im Pub im Boulogner. Dort haben wir die Schweden wieder getroffen, die ich neulich schon kennen gelernt hab und ein wenig geplaudert. Nicht aufregend, aber recht nett.



Isi und ich.



Wir sind nicht so professionell...



Die IC-Mädchen: Ida und Linda

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Ich will ja nicht sagen, dass hier alles scheiße ist. Die meiste Zeit ist es doch schon ziemlich cool. Aber den Blog kann man nun mal gut zum meckern benutzen. Also: Um die Küchenproblematik noch mal aufzugreifen... ich hab die Küche gewechselt, weil die ander Küche vorne im Gang sehr viel sauberer ist. Dafür wird dort geklaut. Ich hab mir gestern drei Jogurts gekauft, heute Morgen war nur noch einer da. Und ich hab sie nicht gegessen! Außerdem haben wir dort Ratten. Jawohl Ratten. Was also wählen? Die Küche, in der sich wer-weiß-was für Ungeziefer in den Essensresten des Geschirrs, das seit einem Monat ungewaschen in der Ecke steht oder die Küche mit den Ratten? Ich weiß es nicht. Mir ist im Moment eher danach, hier gar nicht mehr zu kochen. Das würde allerdings bedeuten, dass ich nichts mehr zu Essen bekomme.

Heute in Schwedisch kam Maike zu mir und hat mir erzählt, dass wir uns jetzt für den Trip nach Lappland anmelden können. Fünf Minuten später kam sie noch mal und hat hinzugefügt, dass das Ganze allerdings 300 Euro für fünf Tage kostet. Verdammt, für 300 Euro kann ich drei Wochen Urlaub in Prag machen (by the way, wer fährt im Frühling für ein paar Tage mit mir nach Prag?). Das hat sich also erledigt. Wir richten unseren Blick auf Riga und Talinn und hoffen, dass wir Helsinki noch dran setzen können. Allerdings ist das alles noch nicht gebucht und steht damit auch noch in den Sternen.

Sonntag, Oktober 08, 2006

Wie schon angekündigt war gestern das Konzert von Mando Diao in Göteborg. Ich bin mit Dirk und Isi im Zug hin gefahren und dort haben wir uns mit Maike und Jenny getroffen.
Nachdem wir was trinken waren, sind wir zu dem Club gegangen, in dem das Konzert statt fand. Am Eingang haben wir schon festgestellt, dass Publikum zu großen Teilen aus Deutschen besteht - klar, die Schweden haben ja auch keinen Geschmack - und Dirk musste sich erstmal eine Karte organisieren, was aber glücklicherweise gelungen ist.
Als wir drin waren hat auch ziemlich schnell die Vorband angefangen. Ich weiß leider ihren Namen nicht, aber sie war recht gut.



Maike testet ihr neues Shirt.



Dirk und Maike.



Die lustige Vorband.

Und dann ging das Gedränge los... Wir hatten recht schnell einen netten Platz vorne Mitte. Aber wie das immer so ist begnen einem auf Konzerten drei Arten von Nervensägen: Personen über 1,90m, Menschen mit Riesentaschen oder -haarteilen, Jungs, die sich keinen Zentimeter bewegen und ihre Freundin beschützen müssen (also, mal ehrlich, die Mädchen kommen auch alleine klar) und besoffene Asis. Alle drei Arten haben sich gestern wieder vor uns gequetscht. Dann noch Mädchen in Stöckelschuhen und Minirock, die man am liebsten nach Hause schicken würde. Aber meistens laufen sie eh beim ersten Lied panisch davon. Ein besonders nettes Beispiel war gester noch ein Mädchen, das so eine trägerlose Unter-den-Arm-klemm Tasche mit sich trug, die noch dazu unter die Kategorie "besoffene Asis" fiel. Irgendwie hat sie es geschafft ihr Tussentäschchen nicht zu verlieren. Dafür hätte ich mich fast mit ihrem besoffenen Kumpel geprügelt, der mich von meinem Platz weg drängen wollte.

Nach einer halben Stunde Um-den-Platz-kämpfen kamen Mando Diao dann auf die Bühne. Das Konzert war schon ziemlich cool. Obwohl ich nur die "Bring 'em in" und die Hits kenne, kannte ich doch einen guten Teil der Songs und das Publikum war gut drauf. Leider fand ich, dass Björn Dixgård im Fernsehen doch besser aussieht als in echt. Er hat die ganze Zeit nicht ein Mal freundlich geguckt und seine Arroganz war nervig. Außerdem hat er einen Bierbauch. Nicht, dass ich was gegen Männer mit Bauch hätte, aber von einem Sexsymbol des Rock'n'Roll hab ich mehr erwartet. Mit Gustav Norén, der ebenfalls als Sexsymbol gilt, konnte ich ja noch nie was anfangen. Ihr lieben Mando Diao-Fans, den Typ könnt ihr behalten, der hängt doch hundertpro an der Nadel.
Dafür war der Bassist sehr sympathisch.

Von meiner Liebe zu den Hives konnte mich das Konzert jedenfalls nicht abbringen. Es war gut, aber nimmt man das ganze Mal hundert, dann hat man die Qualität eines Hives-Konzerts.



Mando Diao ein Mal.



Und noch Mal Mando Diao.

Nachdem Mando Diao die Bühne verlassen haben, sind wir durchs Haus geschlendert und haben in einer anderen Etage eine weitere Band vorgefunden. Eine ziemlich kranke, experimentielle Band, die beim ersten Hören schrecklich klangen und ich bin erstmal geflüchtet. Fünf Minuten später bin ich aber wieder hin, weil Dirk und Isi vor der Bühne abgefeiert haben und nach der ersten Gewöhnung hat die Band sich als ziemlich cool heraus gestellt.



Dirk in großer Begeisterung für die neue Band.



Jenny und ich.



Dirks neue Lieblingsband.

Um zwölf war der Spaß für Dirk, Isi und mich dann leider schon vorbei und wir mussten zurück zum Zug. Traurig, traurig.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Eigentlich hab ich ja kaum noch Heimweh, aber wenn ich unsere Küche sehe, könnte ich immer noch heulen. Ist es normal, dass man alle seine Essensreste in die Spüle wirft? Neulich habe ich ganze Hackfleischbrocken drin entdeckt. Nach Stunden waren sie immer noch da und wurden langsam lila. Wie sollen sie auch verschwinden? Lassen die Schweden ihren Müll so lange in der Spüle bis er verwest ist?
Heute Morgen wollte ich abwaschen, aber der eine Schwede war noch am spülen. Als er fertig war, hat das Wasser wohl ungefähr eine halbe Stunde gebraucht bis es abgeflossen ist. Kein Wunder bei so viel Hackfleisch, Nudeln und Gemüse im Ausfluss.
Grad bin ich nach Hause gekommen, kurz vorm verhungern. In der Küche steht ein Schweden am Herd und brät sich Bratkartoffeln. Ich frag ihn, wie lang er noch braucht. Er antwortet, sicher eine halbe Stunde, denn er muss noch seine Fleischwurst und seine Eier braten. Eine halbe Stunde für Fleischwurst und Eier? Wie ist der Typ sein Essen? Schwarz?? Mein Pfannengemüse und meine Bockwürste hätte ich in zehn Minuten fertig.

Die Sensation schon mal vorweg: Wir haben einen Elch gesehen! Und zwar in freier Wildbahn! Jawohl!
Maike und ich wollten gestern eigentlich zu irgendwelchen besonderen Wasserfällen, dann wurde uns aber gesagt, dass diese nur bis September und dann auch nur Samstags geöffnet sind, weil die irgendwie aus Schleusen kommen, die erstmal angestellt werden müssen. Als Alternativprogramm haben wir dann den Elchpark gesucht, von dem wir schon öfter was gehört haben. Das Ganze hat sich etwas weiter heraus gestellt, als wir gedacht haben, aber um Elche zu sehen fährt man doch gerne schon mal hundert Kilometer. Der Elchpark war dann allerdings weniger ein Berg als eher ein Naturschutzgebiet. In der Nähe von Trolhättan am Vänern gibt es zwei Hügel, den Halle- und den Hunneberg, auf denen es eine besonders hohe Population an Elchen gibt. Wir sind nun also auf den Hunneberg gefahren und haben erstmal im Elchmuseum halt gemacht. Eigentlich wollten wir uns nur den Souveniershop kurz ansehen, weil wir beide absolut kein Geld mehr hatten. Dann haben wir aber angefangen mit dem kauzigen Leiter des Museums zu sprechen, der Maike erst eine Karte geschenkt hat, die eigentlich drei Euro kosten sollte und uns dann erzählt hat, dass diese Berge die Ursprungsstätten der Nordischen Mythologie sind und er selbst den Beweis dafür gefunden hat. Diesen hätte er als Foto im Museum und wir sollten uns das mal ansehen. Wir meinten, dass wir leider absolut blank wären, was ihn nich groß gestört hat, dann sollen wir halt einfach so ins Museum gehen. So sind Maike und ich ein wenig im Ausstellungsraum umhergeschlichen und haben uns schließlich erklären lassen, dass es in der Nähe eine Felswand gibt, auf der man in einem besonderen Licht Odin mit einem Adler auf dem Kopf sehen kann. Er hat uns das anhand des Fotos gezeigt, Odin und den Adler konnten wir auch erkennen, aber der Sinn des Ganzen hat sich uns leider nicht erschlossen. Schade, ich fands interessant.
Danach sind wir ein wenig im Wald spazieren gegangen, natürlich ohne einen Elch gesehen haben, denn wie wir nun wissen, riechen Elche vier Mal besser als Hunde. Als uns der düstere Trampelfad zu unheimlich geworden ist, sind wir zum Auto gegangen, um den Rat des Museumsmannes zu befolgen und ein bisschen auf dem Berg rumzufahren. Und da haben wir schließlich den Weg mit einem Elch gekreuzt, der munter die Straße lang trabte. Ein putziges Tierchen. Das wäre also abgehakt.
Danach sind wir nach zu der besagten Felswand am Fuß des Halleberges gefahren. Odin haben wir nicht gesehen, aber faszinierend war es trotzdem. Außerdem gibt es da noch einen Streinkreis, eins von tausend Wikingergräbern hier.
Dann noch schnell ein weiteres Gräberfeld abgelaufen (ich glaube, Gräberfelder habe ich genau wie Seen langsam genug gesehen) und haben dann auf unsere knurrenden Mägen gehört und sind nach Hause gefahren.



Ein Elch und ich. Diesmal leider kein Echter.



Hübsche schwedische Bäche und Gestein.



In diesen Felsen kann man Odin sehen. Oder einige andere lustige Gesichter.



Schwedische Landschaft und der Hunneberg.

Am Abend waren wir dann noch im Boulogner. Nichts besonderes, aber es gab selbstgemachte Kanelbullar. Yammyamm.

Dienstag, Oktober 03, 2006

Fünf Fakten, die jeder, der mich schon mal in einer Küche erlebt hat, eher überraschen werden:

1. Ich hab mir Gewürze gekauft.
2. Ich esse Soße, zwar nur Oncle Benz-Soße, aber immerhin.
3. Ich schaffe meine drei Grundnahrungsmittel Nudeln, Reis und Hähnchenbrustfilet zu abwechslungsreicher Nahrung zu variieren.
4. Ich fange an mein Essen halbwegs lecker zu finden.
5. Ich spüle nicht nur meinen Kram täglich ab, sondern auch noch den der anderen. Und manchmal trockne ich sogar ab.

Macht euch keine Sorgen! Ich werde nicht verhungern!

Sonntag, Oktober 01, 2006

Kurzer Zusammenfassung von gestern Abend: Xenia 5. Stock, Boulogner, Xenia Basement.
Obwohl alle anderen schlecht drauf zu sein schienen, hatte ich eigentlich Spaß. Könnte daran liegen, dass ich endlich meine Flasche Jägermeister Bowle gekillt habe (und es gleich wieder bereut habe). Die Schweden schienen besonders gut drauf gewesen zu sein gestern. Schon am Eingang hat Isi ein paar Schweden angesprochen, die hinter uns in der Schlange standen. Aus irgendeinem Grund habe ich mich dann an der Geraderobe so lange mit der kleinen Schwedin aus der Gruppe unterhalten bis alle meine Leute weg waren, also bin ich mit meiner neuen Bekannten und ihren Freunden tanzen gegangen. Irgendwann bin ich auf Toilette gegangen und habe da aus irgendeinem Grund angefangen mit wieder einer anderen Schwedin zu plaudern. Muss ziemlich lang gewesen sein, denn als ich zurück auf der Tanzfläche war, war die erste Schwedin weg. Was aber nicht so schlimm war, denn auf der Suche nach neuen Gesprächspartnern bin ich irgendwie bei einem ausgewanderten Bayern und seinem schwedischen Kumpel gelandet, die Titus prompt eingeladen hat, mit uns noch ins Basement zu gehen, wo ich mich dann noch eine Weile mit dem Schweden unterhalten habe. Zwischendurch allerdings wurde ich wieder von einem anderen Schweden eingeladen mit ihm und seiner Familie Weihnachten zu feiern. Sie sollten wirklich nicht so viel trinken hier.



Sofasitzflächen sind nicht zum Sitzen da.



Wir sehen so aus, als würden wir mal wieder das Beste draus machen.



Ein Stück von mir beim Feiern und ein Stück von der kleinen Schwedin, die kurzzeitig meine Freundin war.

Heute habe ich das übliche Sonntagsprogramm durchgemacht: lange geschlafen (naja, bis elf), rumgehangen, viel gelesen, mich kurz mit Johannes unterhalten und was Gutes gekocht, was aber auf Grund meiner mangelnden Kochkünste eher daneben gegangen ist.

Den Abend habe ich jetzt mit YouTube verbracht. Habe mir Mando Diao Videos angeguckt, um mich auf nächste Woche einzustellen. Auch wenn Mando Diao nicht meine Lieblingsband sind, so wird das sicher ein guter Abend. Ich freu mich drauf. Ein guter Grund ist, dass Gustaf Norén zwar kein Pelle Almqvist ist, aber trotzdem recht adrett ist. Und, nein, ich bin kein Groupie, ja, ich geh in erster Linie wegen der Musik zum Konzert.