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Standort: Skövde, Sweden

Freitag, November 17, 2006

Nach dem Autochaos gestern das International Dinner. Obwohl ich noch recht lange auf die Mexikanerinnen warten musste, waren wir fast als Erste da (kurz vor sechs, so wie es in der Mail des IC stand) und mussten ungefähr fünfzehn Plätze freihalten. Kein Spaß, sag ich euch. So nach und nach trudelten dann die Leute ein und um kurz vor sieben waren dann auch mal die Spanier da, so dass wir um halb acht endlich anfangen konnten. Und bis dahin war ich schon fast verhungert. Und dann wurde geredet und geredet und wir mussten singen... Und dann durfte der Tisch der Spanier auch noch als erstes anfangen zu essen. Gemeinheit!! Ich war erst glücklich, als ich einen riesigen Berg deutsch-schwedisch-französisch-finnisch-holländischem Essen auf meinem Teller hatte und das Magenknurren beruhigt worden war.
Das Programm war gestern leider eher lahm. Obwohl ich finde, dass sich der Baschtl als Toastmaster gut gemacht hat, waren die ersten Aufführungen eher ermüdent. Lag vielleicht am schwedischen Volkstanzverein, der im Durchschnitt etwa hundert Jahre alt war und ungefähr eine halbe Stunde getanzt hat. Die ersten zwei Tänze fand ich sie ja noch niedlich in ihren Trachten und den Geschirrtüchern auf dem Kopf. Aber irgendwann wurde es einfach zu viel. Auch die Theatergruppe der Uni hat etwas zu wünschen übrig gelassen. Vielleicht lag's aber auch daran, dass niemand mehr Lust hatte zuzuhören. Neben netten Aufführungen wie von Ramona und den Schweden haben es dann endlich die Franzosen geschafft die Leute kurzzeitig etwas zu animieren. Und zwar gab es ein Ratespiel über Frankreich (z.B. "Ist es wahr, dass die Franzosen gerne Froschschenkel essen?"). Ich hatte Cami als Tischnachbarn, ich brauchte kein Wissen, ich musste ihn nur fragen, bzw. er hat voller Enthusiasmus alle Antworten vorgesagt. Die Aufführung hat unseren Tisch zumindest kurzzeitig in euphorische "Allez les bleus"-Rufe gestimmt und zumindest Bernd, Isi und ich sind auf Camis und Oliviers Flaggentanz eingegangen. Leider ließ sich sonst niemand dazu überreden, mitzumachen. Was kam dann? Ich weiß es nicht mehr... Vielleicht der Song der Inder, die ich zum ersten Mal gesehen habe, die richtig Spaß dran hatten, auch mal vor die Tür zu gehen und immer am Buffet waren, selbst wenn sie gar nicht dran waren.
Beim Nachtisch habe ich meinen Wackelpudding dann auf dem türkischen Tisch gefunden. Was dazu geführt hat, dass Bernd es nicht als Wackelpudding erkannt hat. Macht nicht's. Ich hab Dan und Gary gefragt, ob das Zeug eigentlich amerikanisch ist und sie meinten ja. Also hatte es auf dem deutschen Tisch auch nichts zu suchen.
Geendet hat das Dinner dann mit einem Auftritt der Spanier, dem aber kaum noch jemand Beachtung geschenkt hat. Wäre sonst vielleicht lustig gewesen.
In der allgemeinen Aufbruchsstimmung haben unsere spanischen Freunde dann mal schnell die spanische Flagge von der Wand geklaut und im Unipark Stierkampf gespielt. Das ging so lange bis eine angepisste Kajsa die Flagge zurück geholt hat. Dann hieß es, alle sollten jetzt ins Xenia ins Basement gehen und da geht die Party dann weiter. Als ich im Basement angekommen bin ("Kommt ihr jetzt?" "Nein, wir müssen noch auf X warten." "Dann holt den doch mal." "Nein, der wartet noch auf Y." "Also ich geh jetzt, wer mitkommen will, soll kommen." Ich hasse diese Warterei.), war da natürlich noch keiner. Aber einer der Spanier (keiner Ahnung, wie der heißt) hat mir versichert, dass in wenigen Minuten eine riesige Party steigen wird. Ich hab also ein paar Minuten gewartet und es kamen zumindest ein paar Leute und wir haben mit etwa fünf Leuten ein bisschen Salsa getanzt. Die Stimmung hat sich aber auch bald wieder gelegt und so bin ich nach Hause gefahren.
War schon ganz lustig alles. Aber irgendwie hat irgendwer immer die Bremse gezogen, wenn es grad angefangen hat, gut zu werden. Leute, so macht man keine Party. Wirklich nicht.



Französisch-deutsch-österreichische Freundschaft: Bernd, Olivier, Cami, Isi und ich.



John und Charlene.



Unser Toastmaster: Der Baschtl.



Isi repräsentiert Österreich mit Stolz und Philip findet's gut



Man findet immer neue Verwendungen für die Tischdeko.



Monica und Titus.